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Workshop Ventilschaftdichtungen erneuern ![]() Hoffy, Andreas B, Matze, Rainer280SE und Simon Der Workshop fand am 27.09.2003 in der Werkstatt von Matze in Berlin-Weißensee statt: Matzes Car Service Der Delinquent war Andreas' W108 280SE Baujahr 1968 mit Gas-Anlage, siehe Gas-Workshop (LPG). Grundlagen Wenn es am Auspuff blaugrau qualmt wird neben dem Kraftstoff auch Öl verbrannt. Variante "oben" kann mit dem Austausch der Ventilschaftdichtungen begegnet werden: Wir haben die Dichtungen an einem M130.980-Reihensechszylinder ersetzt, das Prinzip ist bei anderen alten Mercedes-Motoren aber gleich. Unterschiede zwischen den Motoren gibt es natürlich bei den Dichtungen selbst.
Ventilanordnung Auf die Nummern im Bild oben werde ich mich in der Beschreibung der Arbeiten beziehen. Hier ist die Ventilschaftdichtung die Nummer 12. Es ist gut ersichtlich, was zum Austausch alles herausgenommen werden muss:
An all diese Teile kommt man gut "von oben": der Tausch der Ventilschaftdichtungen ist relativ einfach, weil der Motor ein- und der Zylinderkopf angebaut bleiben kann.
Ventil Hier nochmals im Detail. Gut sichtbar ist der Zusammenhang zwischen den Ventilkegelhälften (8 im oberen Bild) - kleinen Metall-Halbringen - und dem Ventilschaft (15). Durch die Spannung der Federn (10, 11) hält sich der Ventilfederteller (9) selbst am Ventil. Die alten Dichtungen sind nach über dreißig Jahren (und nur 150000 Kilometern) mehr als platt. Einige konnten wir nur noch in kleinen Stücken herausholen:
Vergleich alt und neu Schon einmal vorab: die Operation war offenbar ein voller Erfolg, der Motor bläut nun nicht mehr. Wie es mit der Dauerhaltbarkeit aussieht muss die Zukunft zeigen, denn die Ventilführungen sind ja auch nicht mehr neu. Aber die Ventilschaftdichtungen sind sicherlich eine Stelle, an der man mit relativ kleinem Geld- und Arbeitseinsatz viel am Auto verbessern kann. Voraussetzungen / Material Das nötige Werkzeug hat eine eigene Seite. Nötig sind:
Repsatz Ventilschaftdichtungen Die Kunststoffhülsen sind für die Montage der Einlassventile, damit die an der Nut des Ventils (15) nicht beschädigt werden. Kennt man vorab den Zustand um die Nockenwelle herum kann man auch weitere Teile besorgen: ausgebaute Schwinghebel sind natürlich eine gute Gelegenheit, um Federn, Bolzen, Druckstücke etc. zu ersetzen (die Druckstücke gibt es auch in dünneren Reparaturstufen, falls die Ventileinstellschraube schon ganz eingeschraubt sein sollte bzw. fast dran ist). Neue Kerzen nicht vergessen, falls das ansteht. |